Vor Gründung von FRIEDENSBAND arbeitete Günter Haverkamp als Eine-Welt-Promotor für Medien für die Landesregierung im entwicklungspolitischen Filmbereich. Seine Aufgabe war die Medienarbeit der Eine-Welt-Initiativen zu fördern und umgekehrt als Journalist bei den KollegInnen in den Medien das Thema Entwicklung zu fordern.

Die Entstehung des Eine-Welt-Filmpreises NRW

Zu seiner Tätigkeit geMINOLTA DIGITAL CAMERAhörte auch die Mitarbeit beim Fernsehworkshop Entwicklungspolitik. Der zeichnete damals bereits seit mehr als 20 Jahren alle zwei Jahre Autorinnen und Autoren aus. Aus der Überzeugung heraus, dass deren Engagement stärker gewürdigt werden müsste, entwickelte Günter Haverkamp ein Konzept und bat die die Landesregierung NRW, einen Eine-Welt-Filmpreis NRW auszuloben. Die damalige Umweltministerin Bärbel Höhn, gleichzeitig für die Eine-Welt-Themen zuständig, war sofort dabei. So konnte sie bereits 2001 die Preise des 1. Eine-Welt-Filmpreises NRW überreichen. 2003 war sie es auch, die wiederum die Preise im Universitätsclub Bonn für den 2. Eine-Welt-Filmpreis NRW überreichte (Foto v.l. Ministerin Bärbel Höhn, Sigrid Dethloff und Renate Bernhard).

Flyer zur Verleihung des Filmpreises 2001

Flyer zur Verleihung des Filmpreises 2003

2005 – Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen

Der Regierungswechsel 2005 brachte dann die bange Frage, ob die neue Regierung den EAlbrecht Mai Laschet leichtine-Welt-Filmpreis übernahm. Aber es war dann der wenige Wochen zuvor gewählte neue Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet, der den 3. Eine-Welt-Filmpreis NRW sehr engagiert überreichte. Damit war die Kontinuität geschaffen, die bis heute anhält und sich nicht danach ausrichtet, welche Regierung gerade im Amt ist. Diesmal fand die Verleihung im Media-Park in Zusammenarbeit mit der Melanchthon-Akademie statt.

Auch 2007 war es Minister Armin Laschet, der die Preise für den 4. Eine-Welt-Filmpreis NRW übergab. Und schließlich war er es auch noch einmal, der dies 2009 auch beim 5. Eine-Welt-Filmpreis NRW durchführen konnte.

Flyer zur Verleihung des Filmpresies 2005

Flyer zur Verleihung des Filmpreises 2007

Flyer zur Verleihung des Filmpreises 2009

2011 – Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen

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Die Verleihung des 6. Eine-Welt-Filmpreises NRW – inzwischen bereits Tradition geworden – übernahm 2011 die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Dr. Angelica Schwall-Düren im Media-Park Köln. Sie konnte auch 2013 den 7. Eine-Welt-Filmpreis NRW ebenfalls im Media-Park überreichen.

2015 wurde nun der 8. Eine-Welt-Filmpreis NRW durch Ministerin Dr. Angelica Schwall-FDüren verliehen, diesmal im Museum Ludwig. Zum ersten Mal gelang es ein großes Publikum anzulocken und eine Festivalatmosphäre zu schaffen, von der alle begeistert waren. Der Entwicklungspolitische Film hat damit die Beachtung gefunden, die er verdient.

Flyer zur Verleihung des Filmpreises 2011

Flyer zur Verleihung des Filmpreises 2013

Flyer zur Verleihung des Filmpreises 2015

 

2017 – Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen

Auch die Wahl von Armin Laschet zum Ministerpräsidenten und damit die Bildung der Regierung aus CDU und FDP veränderte die Position der Landesregierung nicht. Und so konnte die Verleihung des 9. Eine-Welt-Filmpreises NRW 2017 im Museum Ludwig reibungslos über die Bühne gehen – allerdings mit erhöhten Preisgeldern.

Die Verleihung nahm Minister Stephan Holthoff-Pförtner vor und hielt eine beeindruckende Rede. Er machte deutlich, dass die neue Landesregierung den Eine-Welt-Filmpreis NRW auch weiterhin fördern und vergeben will.

Eine-Welt-Filmpreis 2017

 

Fernsehworkshop Entwicklungspolitik

Der Eine-Welt-Filmpreis NRW ist nur durch die Arbeit des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik möglich. Seit 1972 werden durch den Fernsehworkshop Entwicklungspolitik regelmäßig aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu entwicklungspolitischen Themen vorgestellt und in Veranstaltungen sowie Seminaren die aktuellen Debatten um Medienpräsenz von Nord-Südthemen zur Diskussion gestellt. Mehr siehe www.fernsehworkshop.de

 

Geschäftsführung und Geschäftsführender Ausschuss

Neben der Geschäftsführung (Bettina Kocher, Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH, Hamburg) vertritt der Geschäftsführende Ausschuss, der aus den Reihen der Träger gebildet wird, die Belange des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik und bereitet die Veranstaltungen vor.

Der Geschäftsführende Ausschuss besteht aus Akademisches Zentrum Rabanus Maurus, Aktion Weißes Friedensband, AG Dokumentarfilm, Büro für Kultur- und Medienprojekte, Bundesverband Kommunale Filmarbeit, EZEF, Ev. Zentrum für Entwicklungsbezogene Filmarbeit, Ev. Akademie Frankfurt/M., Ev. Medienzentrale Frankfurt/M., Melanchthon Akademie, Köln.

 

Der Trägerkreis

Alle zwei Jahre prüft der Trägerkreis des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik die Arbeit der letzten zwei Jahre. Er stellt und beantwortet die Frage, ob der Fernsehworkshop Entwicklungspolitik weitere zwei Jahre arbeiten soll und welche Schwerpunkte gesetzt werden könnten.

Der Trägerkreis besteht aus: ARD, ZDF Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V., Bundesverband Kommunale Filmarbeit e.V., baobab, Wien, Aktion Weißes Friedensband und Melanchthon Akademie Köln.

 

Ausschreibung und Sichtungsveranstaltung

Für die Sichtungsveranstaltung können Film- und Fernsehproduktionen angemeldet werden, die älter als 2 Jahre sind und in Deutschland / Österreich / Schweiz in einer deutschsprachigen Fassung herausgebracht wurden; die ein entwicklungspolitisches Thema, ein Nord-Süd-Thema, Themen der Globalisierung oder der interkulturellen Begegnung behandeln; die für den nichtgewerblichen Bereich verfügbar sind oder verfügbar gemacht werden können. Es können Filme jeden Genres eingereicht werden. Es gibt keine Beschränkung der Filmlänge. Im Durchschnitt werden 120-150 Filme eingereicht, die mit einer kurzen Beschreibung im Katalog in gedruckter Form und auf der Webseite veröffentlicht werden.

Eine Auswahlkommission, benannt vom Geschäftsführenden Ausschuss, entscheidet über die Aufnahme in das offizielle Programm. In einer viertägigen Sichtungsveranstaltung werden diese Filme öffentlich gezeigt. Eine Jury, eingesetzt vom Geschäftsführenden Ausschuss, bewertet die eingereichten Produktionen für die Nominierung für den Eine-Welt-Filmpreis NRW und weitere Produktionen unter dem Aspekt der besonderen Eignung für die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und das Globale Lernen.