2001
1. Preis: Die Zivilisationsbringer von Uli Stelzner und Thomas Walther, Deutschland 2000, 89 min. In Guatemala gibt es eine kleine aber einflussreiche deutsche Gemeinde, die seit 150 Jahren die Geschicke des Landes mitbestimmt. Der intensiv recherchierte Film führt zu einem neuen Verständnis des Kolonialismus und verdeutlicht die zerstörerischen Auswirkungen solchen fortwirkenden Herrenmenschentums.

 

 

2. Preis: Vaterdiebe von Esen Isik, Schweiz 1998, 24 min. Der fünfjährige Meriç, der mit seiner Familie in einem Vorort von Istanbul lebt, wird Zeuge, wie sein Vater von Zivilpolizisten entführt wird.
3. Preis: Bolokoli von Rita Erben, Deutschland 1999. Einfühlsam und fern jeden Voyeurismus wird der Umgang der Frauen in einem Dorf mit der Tradition der Mädchenbeschneidung dargestellt.
Ich habe getötet
Film von Alice Schmid, Schweiz 1999, 26 min.Weltweit stehen etwa 300.000 Kinder unter Waffen. In ihrem Film lässt Alice Schmid ehemalige Kindersoldaten aus Liberia zu Wort kommen. Die mittlerweile Anfang 20jährigen berichten über ihre Erinnerungen, ihre Schmerzen und ihre Hoffnungslosigkeit. In einfühlsamen Gesprächen geht der auch unter ästhetischen Gesichtspunkten eindrucksvolle Film auf die persönlichen Geschichten der jungen Menschen ein, die schwere psychische und oft körperliche Schäden davongetragen haben. Über die Radiostation „Talking Drum“, die täglich Radiosendungen für Kriegsveteranen ausstrahlt, wird darüber hinaus der Versuch dargestellt, ein tabuisiertes Thema in die Gesellschaft zu tragen.