21. November 2016
Politik in Aktion

Auch dieses Jahr möchten wir wieder die Landtagswahl für Jugendliche spannend machen und dafür den Schulen das Projekt “Faire Wahlcafé” anbieten.

Das hat sich FRIEDENSBAND 2005 gefragt und das Projekt „Faires Wahlcafé“ entwickelt. Seitdem wurde Schulen und Jugendeinrichtungen zu jeder Landtags-, Bundestags- und Europawahl das Projekt angeboten. Am 14. Mai 2017 wird der Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt. Dazu planen wir wieder das Projekt “Faires Wahlcafé”

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Das Wahlcafé ist eine Erweiterung zu den im Lehrplan verankerten Lehrplaninhalten. Nach aktuellem Stand könnte das Projekt so ablaufen:

webpunkt Lernen von anderen

Gefährliche Wahlen: Wichtig ist der Blick über den Tellerrand. Es gibt Länder, in denen das Wählen gefährlich ist. In anderen Ländern ist es äußerst mühsam zur Wahlurne zu kommen. Jugendliche sind erstaunt, dass die Wahlbeteiligung dort trotzdem teilweise höher ist, als bei uns.

Nichtwählen kann gefährlich sein: Großbritannien: Ein Land verlässt die EU. Hätten die Jugendlichen sich stärker an der Wahl beteiligt, wäre es vielleicht anders gekommen. USA: Der Frust der Jugendlichen nach der Präsidentenwahl war groß. In vielen Städten demonstrierten sie gegen Donald Trump. Das sind zwei Beispiele die zeigen, dass Nichtwählen die eigene Zukunft gefährdet.  Die Jugendlichen suchen Beispiele in Deutschland.

Lebendige Geschichten: In den meisten Schulen sitzen Jugendliche aus dem Iran oder dem Irak, aus Syrien oder Afghanistan, die entweder selbst oder deren Eltern Wahlen kennengelernt haben, die eine Farce waren.  Diese Geschichten sollen den Wahlberechtigten in der Umgebung der Jugendlichen signalisieren, dass Wählen ein kostbares Gut ist und sie damit entsprechend umgehen sollten.

webpunkt Vorurteile besiegenneues-zum-projekt-finden-sie-hier

Seit 2005 haben wir vermieden, im Projekt Wahlcafé politische Themen hervorzuheben. Da aber zunehmend populistisch über Zugewanderte und Geflüchtete gesprochen wird und Unwissenheit und Unsicherheit wahlbestimmend werden können, wollen wir dieses Thema einbinden.

Auch hier sitzen als Expertinnen und Experten in allen Schulen in NRW zugewanderte Jugendliche. Warum sind sie gekommen und was erwarten sie von uns? Da können auch gut die Eltern zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen werden. Voneinander lernen ist besser, als populistische Vorurteile verbreiten.

webpunkt MeinungsumfrageUmfrage

Die Jugendlichen befragen die Menschen in ihrer Umgebung und erstellen ein Meinungsbild:  Es entsteht eine Liste der schönsten Ausreden, nicht zur Wahl zu gehen und der besten Argumente für das Wählen. Sie fragen aber die Bevölkerung auch danach, wie sie über Zuwanderte und Geflüchtete denken. Unsere Erfahrung ist, dass dabei für alle Seiten interessante Gespräche entstehen.

webpunkt Gelerntes weitergeben

Was Jugendliche auf der Straße erfahren, ist wichtig für den eigenen und den allgemeinen Lernprozess in unserer Gesellschaft. Die Jugendlichen überlegen, wie sie ihr Wissen formulieren und in welcher Form sie es weitergeben wollen.

Mit ihren selbstgemachten Flyern und Plakaten erklären die Jugendlichen den Erwachsenen, was ihnen unter den Nägeln brennt – nicht parteipolitisch, aber zukunftsorientiert.  Natürlich haben sie das Ziel, die Wahlbeteiligung in “ihrem” Wahllokal zu erhöhen. (Rechts: SchülerInnen der Gesamtschule Essen-Borbeck demonstrierten am Wahlsonntag für das Wählen in ihrem Wahlbezirk)

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Mit einer Presseerkärung wenden sie isch an die Medien und erläutern in einer Pressekonferenz ihr Anliegen und ihre Wünsche an die Erwachsenen. Sie wollen aufrütteln und an die appelieren, die wählen können.

webpunkt Das Faire Wahlcafé

Die meisten Wahllokale in NRW sind in Schulen angesiedelt. Die Jugendlichen richten in ihrer oder einer anderen Schule am Wahltag neben dem Wahllokal ein „Faires Wahlcafé“ ein. Sie belohnen alle, die zum Wählen kommen mit einer Tasse fair gehandelten Kaffee. Sie können aber auch Baklava oder selbstgebackenen Kuchen anbieten und das Wahlcafé nach eigenen Vorstellungen ausbauen und verschönern. (Rechts: Wahlcafé an der Gesamtschule Essen-Borbeck).

webpunkt Kirchen und Moscheen

Am Wahlsonntag laden die Kirchen die Jugendlichen ein und machen deutlich, dass Toleranz und Respekt Grundlage für christliches Verhalten ist. Der gemeinsame Gang zum Wahllokal kann folgen. Schon am Freitag zuvor empfehlen die Moscheen ihren Gläubigen, wählen zu gehen.

webpunkt Neugierig sein

In den Schulen bekommen die Kinder und Jugendlichen die Aufgabe, ihre Eltern zur Wahlurne zu begleiten, um den Vorgang miterleben zu können.  In der Woche darauf wird dann über die Eindrücke gesprochen.

 

webpunkt Einbindung in den Unterricht

Mit einem umfangreichen Leitfaden und vielen Arbeitsblättern wollen wir Ihnen die Umsetzung in den Unterricht ermöglichen. Als Beispiel können Sie die Unterrichtsmaterialien zum deutsch-französischen Schulprojekt zur Europawahl 2014 sehen www.wote14.eu.

Eine entsprechende Webseite ist in Vorbereitung.

Wenn Sie an der Teilnahme interessiert sind, melden Sie sich bitte an: haverkamp(a)friedensband.de.

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19. November 2016
Kinderarbeit

Nikotinkinder - PetitionJugendliche engagieren sich gegen das Rauchen

Wir sagen Jugendlichen nicht, sie sollen nicht rauchen. Wir erzählen ihnen, dass für den Tabakgenuss Kinder auf den Tabakplantagen schuften und krank werden. Mehr als 100.000 Kinder müssen unter unwürdigen Bedingungen den Tabak pflücken, den wir genüsslich rauchen. Die Armut zwingt sie, auf den Tabakplantagen bis zu 12 Stunden täglich zu arbeiten. Dabei nehmen sie durch die Haut so viel Nikotin pro Tag auf, der dem Konsum von 20 Zigaretten entspricht.

Sie erfahren, was Nikotin bei diesen Gleichaltrigen bewirkt: Die betroffenen Kinder zeigen typische Symptome einer Nikotinvergiftung: starke Kopf- und Bauchschmerzen, Muskelschwäche, Husten und Atemnot und bleibende Gehirnschäden.

Rauchen ist plötzlich überhaupt nicht mehr cool.

2016: Wir haben in der Gesundheitskonferenz am

21013: Gefördert von Engagement Global und Landesjugendamt Rheinland konnten wir in drei Klassen die Jugendlichen dazu bewegen sich für diese Kinder einzusetzen und gleichzeitig über die Gefahren des Tabakkonsums nachzudenken. Die Zusammenführung der Themen Kinderarbeit und Gesundheitsrisiken animierte, ihre soziale Verantwortung zu erkennen. Entsprechend versuchten sie in ihrer unmittelbaren Umgebung auf das Verhalten der Menschen einzuwirken. Das war insbesondere in den Klassen zu spüren, wo die Raucher plötzlich überhaupt nicht mehr cool waren und auch die Eltern bekamen einiges zu hören.

Spenden

Lesen Sie weiter:

Städtische Realschule Kerpen – der Anstoß

Unterricht: Leitfaden und Arbeitsblätter

SRF-Beitrag der Sendung Kassensturz “Kinderarbeit beim Tabak: Leiden für Raucher”

Unterschriftenliste zur Aktion NIKOTINKINDER

 

Gemeinschaftshauptschule Kerpen-Horrem

Realschule Freiherr-von-Stein Düsseldorf

Wanderausstellung des Sozialministerium

 

Brief von BAT an die Kerpener SchülerInnen vom 15.8.2013

Anlage BAT-Brief: Finance and Etics-Research

Antwortbrief der Kerpener SchülerInnen an BAT vom 12.12.2013

 

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15. November 2016

Wir haben eine Verantwortung für die vielen Kinder, die vom IS zum Töten gezwungen werden und die leider viel zu oft auch aus unserer Mitte heraus durch Propaganda geworben werden. Wir rufen auf zu einem starken Aktion Rote Hand, um von den PolitikerInnen zu verlangen, dass sie mehr gegen den Missbrauch von Kindern in Kriegen tun.

Sie erleben das Grauen des Krieges und haben kaum die Chance, in die Gesellschaft zurückzufinden. Alljährlich erinnern wir mit der Aktion Rote Hand zum Red Hand Day (12. Februar) daran, dass viele Kinder weltweit an Kriegen teilnehmen müssen. Wir wollen ein Zeichen setzen, denn

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Aktion Rote Hand im Bundestag

webpunkt angesichts hunderttausender Jugendlichen, die weltweit zu kriegerischen Gewalttaten gezwungen werden,
webpunkt angesichts vieler geflüchteter Kinder und Jugendlichen, die unsere Hilfe brauchen, weil sie schwerst-traumatisiert sind,
webpunkt angesichts der vielen Jugendlichen, die aus NRW zum IS gegangen und dort ums Leben gekommen sind oder traumatisiert zurückkehren,
müssen wir deutlich machen, dass uns diese Kinder und Jugendlichen wichtig sind und wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen wollen, dass Kinder aus Kriegen herausgehalten werden müssen.

Mit dem landesweiten Aufruf zu einer kommunalen Aktion Rote Hand möchten wir die vielen Schulen, Jugendeinrichtungen, PolitikerInnen und Organisationen zusammenbringen, die alljährlich die Aktion durchführen und sich auf kommunaler, auf Landes- und auf Bundesebene gegen den Einsatz von Kindern in Kriegen engagieren.

Weiter zur Aktionswebseite www.aktion-rote-hand.de

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