9. Januar 2017
Film in Aktion

Aktuelle Film- und Fernsehproduktionen, die sich mit Nord-Süd-Themen, den politischen und sozialen Auswirkungen der Globalisierung, mit Arbeitsbedingungen auf dem Land und in der Stadt, mit Flucht / Migration oder interkulturellen Begegnungen auseinandersetzen, stehen im Mittelpunkt des 24. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik, der vom 11.-14.05.2017 im Haus am Dom in Frankfurt am Main  stattfinden. Die filmische Auseinandersetzung gilt brisanten Themen des globalen Südens ebenso, wie Beobachtungen aus dem Alltag, die Beziehungen, kulturelle Ausdrucksformen oder die Lebenswirklichkeiten von Kindern und Jugendlichen spiegeln.

Wir möchten Sie einladen, Film- und Fernsehproduktionen zum Fernsehworkshop Entwicklungspolitik einzureichen und Produktionen für den 9. Eine-Welt-Filmpreis NRW vorzuschlagen. Anmeldeformular: 2017 Filmanmeldung Das Reglement ist Teil der Anmeldung. Anmeldungen bis: 15.03.2017

 

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17. November 2016
Faires Wahlcafé

Die SchülerInnen der SE1 kennen uns teilweise. Anfang des Jahres hatten wir einen ganzen Reigen von Projekten mit den Jugendlichen abgeschlossen. Nach einer Aufwärm- und Kennenlernphase näherten wir uns dem Thema “Wählen”. Sofort fiel der Name Trump und alle hatten die Vorstellung, dass es für die Länder, aus denen sie kommen (Syrien, Albanien, Irak), nicht gut ist.  Einige haben ihre Heimat so jung verlassen, dass sie nichts über die Situation dort wissen. In der nächsten Woche wollen wir gemeinsam das Projekt gestalten und überlegen, welche Bestandteile es enthalten soll. Ganz sicher ist, es soll wieder eine Meinungsumfrage geben. Das haben die Jugendlichen, die schon bei Projekten mitgemacht haben, gewünscht. Und es sollen wieder PolitikerInnen und Medien dabei sein!

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16. November 2016
FRIEDENSBAND
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Marion Warden und Frank Herrmann

Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten Marion Warden in unserem Büro. Es wurde ein sehr intensives Gespräch. Themen waren die im nächsten Jahr anstehenden Projekte. Marion Warden hatte FRIEDENSBAND durch die Aktion Rote Hand kennen gelernt,  als sie 2013 in der Freiherr von Stein Schule zusammen mit ihrem Kollegen Frank Herrmann von den Piraten die roten Hände entgegen nahm. Es folgte die Einladung der SchülerInnen in den Landtag. Besonders wichtig war ihre Rolle bei der Anbahnung der zwei Aktionstage im Januar 2015. Entsprechend ist fast klar, dass sie auch dieses Mal mitwirkt und etwas zum Gelingen der geplanten Aktion Roten Hand beitragen wird. Auch das Projekt Faires Wahlcafé findet sie unterstützenswert. Und schließlich waren wir uns einig, dass mehr dazu getan werden sollte, dass sich Schule und Politik näher kommen. FRIEDENSBAND hatte dazu schon 2014 einen Vorstoß gemacht und wird jetzt ein Konzept vorlegen.

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6. November 2016
Kindersoldaten

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat setzt nach UN-Erkenntnissen in der Schlacht um Mossul wohl auch Kinder ein. Die Extremisten hätten die Einwohner in der Ortschaft Hammam al-Alil südlich von Mossul dazu gedrängt, insbesondere Jungen ab einem Alter von neun Jahren an die Kämpfer zu übergeben, sagte eine Sprecherin des UN-Menschenrechtsbeauftragten. Dabei handle es sich augenscheinlich um die Rekrutierung von Kindersoldaten.

http://www.n-tv.de/politik/IS-setzt-offenbar-Kindersoldaten-ein-article19009711.html

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Rheinische-Post-IS-rekrutiert-in-Mossul-Neunjaehrige-als-Kindersoldaten-5171854

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4. November 2016
Kindersoldaten

Nach Diskussionen um die Treffsicherheit des Sturmgewehrs G36 und um Waffenexporte ins Ausland hat sich das Schauspiel Stuttgart den schwäbischen Waffenhändler vorgeknöpft. Mit vorsichtigen politischen Anklängen inszenierte Regisseur Dominic Friedel das Stück „Feuerschlange“ von Philipp Löhle für die abgelegene kleine Nord-Bühne. Die Uraufführung des handlungsarmen Episodenstücks, das mehr Rezitation als Dialoge bietet, bestritten am Samstagabend 14 Kinder und 5 Schauspieler. Inspiration für Friedel und Löhle war nach eigener Darstellung das Unternehmen Heckler & Koch – in dem Stück Lecker & Loch genannt.

http://www.swp.de/goeppingen/nachrichten/suedwestumschau/schauspiel-stuttgart-thematisiert-waffenhersteller-13910092.html

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4. November 2016
Kindersoldaten

Kathmandu (APA/dpa) – Vor zehn Jahren endete in Nepal der Bürgerkrieg. Bis heute leidet eine Gruppe besonders darunter: ehemalige Kindersoldaten. Beobachter befürchten, dass die Gewalt bald wieder ausbrechen könnte.

Als er gerade einmal zwölf Jahre alt war, hatten die maoistischen Aufständischen Lenin Bista in ihren Bann gezogen. Es war auf einer Veranstaltung in der Nähe seines Heimatdorfes Chhatiwan in Südost-Nepal, erinnert er sich heute. Rund 300 Menschen hatten sich auf einem Feld versammelt, wo eine maoistische Tanzgruppe revolutionäre Musik und Tänze aufführte. „Wir hätten damals zur Schule gehen sollen“, sagt Bista heute. „Stattdessen wurden wir in einen Krieg hineingezogen.“ …

http://www.tt.com/home/12212249-91/nepals-ehemalige-kindersoldaten—letzter-ausweg-gewalt.csp

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3. November 2016
Kindersoldaten

Dokumentarfilm von  JONATHAN LITTELL, Frankreich, Belgien, Deutschland, Englisch/Acholi, 2016, 133 Min.

Besprechung in Schwäbisches Tagblatt:

Bei Littell sind es die Kindersoldaten einer obskuren Geisterarmee und Söldnersekte, die (wie heute noch Boko Haram in Nigeria) in Uganda und im Südsudan ihr Unwesen trieb. Sie erscheinen als Täter und Opfer gleichermaßen, in blutjungen Jahren zum Waffendienst der Rebellenbewegung LRA (Lord‘s Resistance Army) gepresst und dabei hundert- und tausendfach zu Mördern und Marodeuren umfunktioniert.

Littell hatte schon seinen Roman in Form einer barocken Suite komponiert. Auch hier bettet er die Reise zu den afrikanischen Abgründen neuerlicher Schreckensszenarien in die musikalischen Trostbotschaften aus Bachs Johannespassion und Bibers Rosencranz-Sonaten – ein Kontrastprogramm, das bereits auf Vergebung statt Vergeltung hindeutet.

Tatsächlich sind die drei jungen Hauptpersonen in Littells beeindruckendem Filmdebüt drei Gezeichnete. Allen voran Geofrey, scheinbar ein Sonnyboy mit erfrischend spitzbübischem Lächeln, der mit seinen Kumpeln Michael und Nighty fröhlich feixt und Faxen macht, als wollten sie die verpasste Kindheit nachholen und die Kellerleichen von damals verscheuchen. Sie wurden allesamt entführt und traumatisiert, machten sich unschuldig schuldig und suchen nun nach Normalität.

Littell begleitet sie zu den Tatorten und Schauplätzen in Busch und Dschungel, spürt mit ihnen den dokumentarisch angetippten Verbrechen nach: eindringlich, aber nie aufdringlich, und weit weniger spektakulär als mit seinem Roman-Aufreger vor zehn Jahren. Doch wer Geofrey dabei zusieht, wie er sich Absolution holt bei einer verwitterten Überlebenden eines der Massaker, ahnt: absoluten Frieden dürfte es für die verwüsteten Seelen trotz allem kaum geben. Der Film endet mit einem heftigen tropischen Gewitter. Ein reinigendes wird es nicht sein

http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Zu-Moerdern-und-Marodeuren-gemacht-309122.html

http://www.wrongmen.be/film-wrongmen-17-movies-en.html

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1. November 2016
Kindersoldaten

Bayume Mohamed Husen (Geburtsname Mahjub bin Adam Mohamed;  22. Februar 1904 in Daressalam, Deutsch-Ostafrika, heute Tansania; † 24. November 1944 im KZ Sachsenhausen) war ein afrikanisch-deutscher Askari (Soldat) und Schauspieler. Husen wurde im Ersten Weltkrieg in der „Schutztruppe“ Deutsch-Ostafrikas als Kindersoldat eingesetzt und kam 1929 nach Berlin, um seinen ausstehenden Sold einzufordern. Hier gründete er eine Familie und arbeitete als Kellner, Sprachlektor und Schauspieler, unter anderem an der Seite von Hans Albers. Im August 1941 wurde er von der Gestapo wegen eines Verhältnisses mit einer „Arierin“ verhaftet und im September unter dem Vorwurf der „Rassenschande“ ins KZ Sachsenhausen eingeliefert, wo er nach dreijähriger Haft starb.

Mehr Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Bayume_Mohamed_Husen

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