Am 7.9.2008 organisierten Jugendliche
des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
e.V. die Aktion Rote Hand durch. Das besondere: Die Aktion
fand in der Begegnungsstätte Ysselsteyn statt, die
unmittelbar neben dem einzigen deutschen Soldatenfriedhof
in den Niederlanden liegt. Dort sind fast 32.000 Menschen
beigesetzt. Unter den Toten sind auch kleine Kinder, die
in einem nahen Internierungslager umgekommen sind. Den
Seminarteilnehmern fielen besonders die Grabsteine der
Kindersoldaten auf, die nicht älter als 14-16 Jahre
waren.
Die Jugendlichen beschlossen
spontan, sich intensiv für die heutigen Kindersoldaten
einzusetzen und die Aktion Rote Hand fortzusetzen.
Als anerkannter Träger
der freien Jugendhilfe betreibt der Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V. als einziger Kriegsgräberdienst
der Welt eine eigene Jugend- und Schularbeit.
Unter friedenspädagogischen Leitmotiven werden jährlich
etwa 15.000 junge Menschen unterschiedlicher Nationalitäten
in unseren Jugendarbeitskreisen, in den Projekten der
Jugendbegegnungsstätten und in Workcamps im In- und
Ausland zusammengeführt.
Zwei weiße Kreuze
Beim Katholikentag 2008 in Osnabrück
kam ein kräftiger Mann zu unserem Aktionsstand und
wollte seine rote Hand abgeben.
Vorher aber erzählte er seine Geschichte, die ihn
dazu trieb, sich für die Kindersoldaten einzusetzen:
Er ist Bauer ganz in der Nähe von Osnabrück.
Auf seinem Acker stehen zwei weiße Kreuze, die er
jedes Jahr neu anstreicht. Dort liegen seine beiden älteren
Brüder, die als Kindersoldaten im zweiten Weltkrieg
umgekommen sind. Als Kinder sind sie in den letzten Wochen
in einen aussichtslosen Kampf geschickt worden.
Alle Umstehenden waren von den Schilderungen sehr betroffen.
Lebende Bomben
2005 erhielten wir einen Anruf aus Nürnberg.
Ein Mann erzählte uns, dass dort 1945 Kinder auf
Fahrräder mit Bomben gebunden wurden und bergab gegen
die Panzer der Aliierten geschickt wurden. Seine Bombe
hätte versagt, deswegen hätte er überlebt.
Schulausstellung
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
e.V., Landesverband NRW, stellt eine Schulausstellung
zur Verfügung. Anfragen bitte an