Franz-Meyers-Gymnasium – Klasse 7b

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25.11.2015 – Zu Beginn stand beim heutigen Workshop die Reflexion der Veranstaltung mit Mirco Keilberth über die Fluchtursachen von Jugendlichen. Da hatte die Jugendlichen sehr  beeindruckt. Danach ging sie daran, die Umfrage vorzubereiten. Dazu hat sich die 7b einige Fragen ausgedacht. Diese Stunde war schon eine besondere, weil die Klasse 9c aus eigenem Wunsch daran teilnahm. Auch sie hatten ja an der Veranstaltung mit Mirco Keilberth teilgenommen und beteiligten sich nun intensiv an der Diskussion. Bei allen Fragen gab es heftigen Grund zu diskutieren. “Warum geben wir eher Geld für billige/schlechtere Qualität aus?” – “Würden Sie faire Produkte kaufen und dafür mehr Geld zahlen?” – “Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Armut und Flucht?” – “Werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärnmer?” Schließlich wurde der Ablauf der Interviews und unser Aufnahmegerät, die Flipkamera, besprochen. (Günter Haverkamp)

11.11.2015 – Die Klasse 7b hat einen Brief bekommen. Eine Mutter arbeitet bei C&A. Das war eine gute Einleitung. Der Inhalt des Briefes wurde intensiv besprochen. Natürlich wird der Brief beantwortet, aber dafür brauchen die Jugendlichen die weiteren Inhalte dieses Projektes. Also haben wir inhaltlich mit der Frage weitergearbeitet, was Armut mit den Kinderrechten zu tun hat. Die Kinderrechte, die von Armut berührt werden, wurden von den Jugendlichen zusammengetragen. Schließlich präsentierten die Arbeitsgruppen ihre Plakate um den Vortrag zu üben.

4.11.2015 – Der Einstieg war für die Jugendlichen verblüffend: “Wie riecht Armut?” Langsam tasteten sich die SchülerInnen an die Vorstellung heran und waren dann ganz dabP1250560-001ei. Ein Mädchen mit irakischem Hintergrund erzählte, dass sie es dort erlebt habe, ein anderes Mädchen in der Dominikanischen Republik und wieder andere in ihrem Umfeld. Wir stiegen tief ein in das Armutfühlen um dann darüber zu sprechen, wie man rauskommt. Zunächst fiel den Jugendlichen nur ein, was die Armen selbst machen können und das war nicht immer realistisch. Einfach Arbeit suchen ist ja gut gesagt. Dann überlegten sie, was andere tun können. Und schließlich wurde es spannend, als wir bei uns waren und unserem Kaufverhalten.

30.10.2015 – In festen Arbeitsgruppen behandeln die Jugendlichen in den kommenden Stunden selbstgewählte Themen: Flüchtlingssituation in Deutschland, Obdachlosigkeit in Deutschland, Armut in Indien, Kinderarbeit auf dem afrikanischen Kontinent, Waisenkinder, Armut in Mexiko. In einer Fishbowl Diskussion erarbeiteten wir Antworten und Ideen der SchülerInnen zu den Fragen: “Wie entsteht Armut?” “Was hält sie aufrecht?” Was hat das für Folgen?” “Hat Armut nur mit Geld zu tun?” “Sind arme Menschen ‘selber Schuld’?”  Die SchülerInnen diskutierten verschiedene Ideen zu Ursachen von Armut und stellten fest, dass es für Menschen immer schwieriger wird, sich aus Armutslebenslagen zu befreien, je länger diese andauern. Kinder hätten es schwer, wenn bereits die Eltern arm wären, da sie so weniger Chancen auf ausreichend Bildung und Förderung hätten.

23.10.2015 – Auf einer Meinungswand brachten die Jugendlichen zu Papier, was ihnen zum Thema Armut einfiel. Dabei konnten sie die Standorte so häufig wechseln, wie sie wollten und an allen Diskussionen teilnehmen. Durch eine stille Diskussion können sich schriftliche Diskussionen unter den Teilnehmenden entwickeln, die sich auf die (anonymen) Aussagen anderer Schüler-/innen beziehen und sie ihrerseits kommentieren. Die Verschriftlichung verleiht der Diskussion vor allem für jüngere SchülerInnen eine größere Ernsthaftigkeit und führt dazu, dass Kinder miteinander diskutieren, die sonst wenig miteinander zu tun haben (da ja niemand weiß, von wem der vorherige Beitrag stammt). Als zentrales Thema entstand daraus für die Jugendlichen “Flucht”. In einer Abschlussrunde fassten wir die gesammelten Meinungen zusammen und klärten offene oder kontroverse Fragen. (Sabrina Hosono)

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