Kamerun – Kakaogenuss ohne Reue

66 Kakao Preis

Der Kakao für die in Deutschland hergestellte Schokolade kommt zu großen Teilen aus Westafrika. Kamerun belegt Platz fünf in der weltweiten Kakaoproduktion. Die Landwirtschaft spielt in dem Land eine wichtige Rolle. So machen Kaffee, Kakao und Baumwolle den Hauptteil des Exports aus.Kakao KONAFCOOP

Keine Kinderarbeit!

Auf den Kakaoplantagen arbeiten vor allem Kinder als billige Arbeitskräfte unter schlimmsten Bedingungen. Der Faire Handel sorgt dafür, dass die Kinder zur Schule gehen und die Familie sozial abgesichert sind.

In Konye im Südwesten Kameruns liegt das Büro unseres Kakao-Partners KONAFCOOP. Die Umgebung ist geprägt von Wäldern und Landwirtschaft; u. a. säumen Kakao- und Papayabäume und Ölpalmen die Wege und Felder. Gegründet wurde die Organisation, um den konventionellen Kakao von Kleinbauern besser zu vermarkten. Die Abhängigkeit von kommerziellen Händlern war den Mitgliedern der Kooperative zu unsicher,weshalb sie nach neuen Vermarktungswegen suchten. Seit 2006 besteht der Kontakt zum Fairen Handel.

Zu KONAFCOOP gehören sieben Kooperativen. In einem traditionellen System bearbeiten die Bauern einen Teil ihres Landes, im Schnitt fünf Hektar, selbst und verpachten den Rest. Die Kakaobäume stehen mitten im Wald. Von hier werden die geernteten Bohnen zurück zur Farm transportiert und dort weiterverarbeitet. Die Bauern bauen bisher konventionell an, werden jedoch mit Unterstützung des Bio-Anbauverbandes Naturland und unserem Gesellschafter Brot für die Welt in Sachen Bioanbau geschult. Aus der Genossenschafts-Baumschule erhielten sie ca. 100.000 Kakaopflanzen.

Mit einem Workshop sollen neue weibliche Mitglieder gewonnen werden. Männer werden ermutigt, ihren Frauen Land zu übertragen. Ein Projekt zur Förderung des Maniok-Anbaus soll den Frauen zugute kommen.

Die GEPA und die Bio-Anbauverband Naturland unterstützen die Bioumstellung bei KONAFCOOP. Brot für die Welt führt zusammen mit den Bauern dazu Workshops durch. Für Biokakao werden sie nach der längeren Umstellungsphase einen höheren Preis erhalten.

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KONAFCOOP gründete 2013 eine Kreditgenossenschaft, die die Ersparnisse der Bauern verwaltet und Kredite vergibt.

Kakao aus Kamerun ist für seine Qualität bekannt. Mit Hilfe der GEPA wurde eine Trocknungsanlage finanziert, die hilft, Wasserschäden beim Export zu vermeiden.

Die Mitglieder können sich weiterbilden, vor allem im Bioanbau und in der Qualitätssicherung.

KONAFCOOP erhält von der GEPA einen Preis, der über dem von FAIRTRADE INTERNATIONAL (FLO) festgesetzten Mindestpreis liegt. Dazu kommen die Fair-Trade-Prämie sowie ein Qualitätszuschlag. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert.

Der Aufbau einer eigenen zentralen Verarbeitungsanlage steht im Mittelpunkt der Bestrebungen, eine bessere Kakaoqualität zu produzieren. Die Bauern erhielten rund 100.000 Kakaopflanzen von der Genossenschafts-Baumschule.

Der Faire Handel hat den direkten Zugang zum europäischen Markt ermöglicht. Die Lagerfähigkeit des Kakaos war hierfür Grundvoraussetzung.

Das ist noch zu tun

Die GEPA und der Bio-Anbauverband Naturland haben zusammen einen Antrag bei Brot für die Welt unterstützt, damit ein Entwicklungshelfer vor Ort die Bioumstellung begleitet.