Die Jugendlichen sitzen oder stehen im Kreis. In der Mitte liegt ein drei Meter langes Teil der Meinungswand und dicke Filzschreiber.

 

Wir starteten mit der Klärung der Begriffe “Kinder” – “Soldaten” und schreiben beide Wörter so auf das Papier, dass genug Platz ist für die Erklärungen der Jugendlichen.

Ich erkläre: “Hier steht das Wort ‘Kinder’ und hier das Wort ‘Soldaten’. Kinder und Soldaten, dass passt doch gar nicht zusammen. Was möchten Kinder am liebsten tun, oder was ist gut für sie und was tun Soldaten gewöhnlich?”

Die Jugendlichen schrieben zu den beiden Wörter die ihnen wichtigen Begriffe. Im Gespräch ordneten wir diese dann und klärten ihre Bedeutung.

Ich frage: “Was steckt im Wort “Soldaten”, was für sie enorm wichtig ist?” Oft kommen die Jugendlichen nicht auf das Wort “Sold” und seine Bedeutung. Aber eigentlich sind Soldaten keine Soldaten, wenn sie keinen Sold bekommen. Kindersoldaten dürften deswegen eigentlich nicht KinderSOLDATEN heißen, weil sie keinen Sold, keine Lohn, keinen Anteil an der Beute bekommen. Sie bekommen, wenn es gut geht, genug zu essen. In der Regel geht es ihnen schlecht, sie werden ausgenutzt und nicht versorgt.