Kongress “Angekommen – und nun?”

Jugendliche erarbeiten sich in einem Kongress grundsätzliche Themen rund um das friedliche Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft. Für Jugendliche aus Ländern, in denen eine starke Prägung durch streng religiöse Auflagen erfolgte, ist es schwer sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden.group-418449_1280

punkt Muss ich mich an Regeln in der Schule auch dann halten, wenn ich nicht geschlagen werde? Es ist für Jugendliche schwer zu begreifen, dass sie nicht mit dem Stock gezüchtigt werden, wenn ihnen gerade ein Wort nicht einfällt.

punkt Wie gehe ich damit um, dass mir eine Lehrerin eine Anweisung gibt? Unfassbar ist das für viele Jungen, die aus einem patriarchalen Land kommen. Spiele ich äußerlich mit und gehe innerlich in die Opposition?

punkt Wie schaffe ich es, Mädchen nicht zu verachten, die nicht im Sinne meiner Erziehung korrekt gekleidet sind und den richtigen Glauben haben? Wie kann ich einen Respekt lernen, der mir hilft, Menschen zu akzeptieren, wie sie sind – vielleicht mich sogar an ihrer Andersartigkeit zu freuen?

punkt Als Mädchen habe ich große Angst, die Regeln meiner Familie oder meiner Religion zu verletzen. Die neue Heimat gibt ganz andere Regeln vor. Wie kann ich in Deutschland leben und beides miteinander in Einklang bringen?

Aus drei Schulen sollen jeweils aus zwei SE-Klassen Jugendliche in den Kongress geschickt werden, die sich bereits mit unserer Gesellschaft auseinander gesetzt haben. Sie sollen in ihrer Umgebung die Erfahrungen weitergeben, die sie im Kongress gesammelt haben.

 

was bisher geschah

Mit dem ersten Kongress “Angekommen – wirklich?” haben wir im Mai gemeinsam mit  geflüchteten und zugewanderten Jugendlichen Fragen um das Frauenbild und das Ankommen in einer offenen Gesellschaft besprochen. Mehr

In drei Projekten mit insgesamt etwa 100 Workshops erarbeiteten wir uns die Grundlagen für unsere Zusammenarbeit mit den geflüchteten und zugewanderten Jugendlichen:

Zukunft – eine Falle?

Klima – eine Falle?

Zuwanderung – willkommen!