Aktionsgestützte Bildungsarbeit

In hunderten von Bildungsaktionen haben wir festgestellt, dass Jugendliche sich Aktionen wünschen, mit denen sie sich für Gerechtigkeit einsetzen können. Diese zu entwickeln und die Erfahrungen weiterzugeben, ist eines der wesentlichen Ziele von FRIEDENSBAND.

Jugendliche beteiligen sich anders, wenn eine spannende Aktion winkt, die nicht für den Schulpapierkorb bestimmt ist, sondern etwas bewirkt.

Wir nennen unsere Arbeit aktionsgestützte Bildungsarbeit, denn mit jeder Aktion soll unsere Gesellschaft ein Stück lernen und verändern.

 

Situation

Grundlage für jede Bildungsarbeit ist für uns eine Situation von Gleichaltrigen, die in einer schwierigen Situation sind. Wenn wir erreichen wollen, dass sich die Jugendlichen für sie und damit auch für sich und ihre Zukunft engagieren, müssen wir sie aus der Gleichgültigkeit holen. Das ist nicht schwer, denn Jugendliche regen sich noch über Ungerechtigkeiten in der Welt auf, die für die Erwachsenen längst als mehr oder wenig hinnehmbarer Teil des Lebens akzeptiert worden sind.

 

Empathie

Die Jugendlichen empfinden sehr schnell Empathie und den Willen, sich für diese Gleichaltrigen einzusetzen. Im Gegensatz zu Erwachsenen lassen sie sich nicht von Gedanken leiten, ob das rentabel oder sinnvoll ist. Sie gehen noch Risiken ein. Dabei beteiligen sich gerade die Jugendlichen besonders stark, die sonst im Schulbereich nicht sehr aktiv sind – eine Chance für ein verändertes Bildungsmuster.

 

Umdenken

Wenn bei den Jugendlichen ein Umdenken stattfindet, verändern sie auch das Denken ihrer Umgebung. Das ist sicherlich der schwerste Teil, denn Erwachsene sind oft festgefahren in Ihrer Denkweise. Dafür allerdings brauchen Jugendliche Werkzeuge. Das sind die Bildungsanteile, die wir in unsere Arbeit einbauen.

 

Beeinflussen

Der Aktionsteil ist der aktivere Teil. Wie können Jugendliche unsere Gesellschaft so beeinflussen, dass ihre Zukunft gesichert ist und sie irgendwann in einer lebenswerten Welt leben. Dazu brauchen sie Werkzeuge und die wollen wir entwickeln und zur Verfügung stellen. Mit ihnen kann sich die Einstellung der erwachsenen Umgebung verändern. Hinzu kommt, dass die Aktionen medienwirksam sind und sodass die Medien das Thema verstärkt aufgreifen und berichten.