Aktivgruppe Flucht und Hilfe

Die Aktivgruppe Flucht und Hilfe – so haben wir sie zunächst einmal genannt – entstand in der SE-Klasse der Dumont-Lindemann-Schule, FRIEDENSBAND führte mit den SchülerInnen vom 25. bis 30.9.2015  das Projekt “Zuwanderung – willkommen!” durch, dass vom Landesjugendamt Rheinland finanziert wurde. Es war eine Herausforderung für die Flüchtlings- und Zuwanderungskinder sich mit dem Thema Zuwanderung und Flucht beschäftigten. Aber das war gewollt und wurde gerade von den Flüchtlingskindern sehr intensiv angenommen. Das Projekt endete mit dem Wunsch der Jugendlichen, im Thema weiterzuarbeiten. So entstand eine Aktivgruppe, die sich für Flüchtlinge zu Zuwanderer einsetzen möchte.

6.11.2015 – Und wieder klappte es nicht, die Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße zu besuchen, weil die Menschen erst in den letzten zwei Tagen eingezogen sind. Aber dafür hat sich die Leiterin der Flüchtlingsunterkunft Zeit genommen und ist heute zum Treffen mit der Aktivgruppe gekommen. Jetzt erfuhren die Jugendlichen Einzelheiten über die Menschen, wie viele Jugendliche dabei sind und welche Nationalitäten dabei sind. Gemeinsam machten wir uns noch einmal intensiver Gedanken darüber, was die Aktivgruppe in der Moskauer Straße machen kann und welche weiteren Formen gäbe, es aktiv für Flüchtlinge zu werden.

30.10.2015 – Leider musste Günter Haverkamp der Aktivgruppe erklären, dass ein Besuch bei der Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße nicht klappt, weil sie noch nicht bezogen ist. Alle verstanden, dass die Menschen erst einmal Ruhe brauchen, um anzukommen. Daher machten wir eine erste Trainingsstunde “Konflikte lösen”. Welche Konflikte kennen die Jugendliche der Aktivgruppe? Es wurde schnell praktisch. Das “Ausländer raus!” haben mehrere bereits erlebt. Wie geht man damit um? Die Mädchen kannten eher den Weg des Sich-weg-duckens. Damit beschäftigten wir uns intensiv. Wie könnte das anders aussehen? Daran wollen wir in der nächsten Stunde weiterarbeiten.

23.10.2015 – Die Aktivgruppe trifft sich zum ersten Mal. Es war eine spannende Situation für Günter Haverkamp. Was wollen die Zuwandererkinder aus Ländern wie Syrien, Irak, Armenien, Spanien und Mazedonien in Angriff nehmen? Aus verschiedenen Vorschlägen schälte sich die Überlegung heraus, sich für Flüchtlingskinder einzusetzen. Da kommt natürlich sofort die Frage, ob Jugendliche, die gerade erst ein halbes Jahr in Deutschland sind, sich für andere einsetzen können, die gerade ankommen? Sie alle haben erlebt, wie es ist, in eine fremdes Land zu kommen, teilweise nach ungeheuren Strapazen einer Flucht. Alle stimmten dafür, nächste Woche die Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße zu besuchen, die gerade fertig geworden ist.