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Mädchenbeschneidung

Workshop beim Runden Tisch gegen häusliche Gewalt Ratingen

Auf Einladung des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt in Ratingen konnten wir mit den etwa 40 TeilnehmerInnen aus Krankenhaus, Gynäkologe, Polizei, Jugendamt, Flüchtlingsberatung, Grundschule und Berufskolleg drei Stunden intensiv das Thema Mädchenbeschneidung erarbeiten. Als Einstieg sammelten wir von den TeilnehmerInnen Statements und Fragen auf A3-Blättern ein, die in der Mitte auf dem Boden lagen. Dabei kamen bereits viele Stichworte zusammen, die den Workshop prägten. Nach dem Film “Bolokoli” wurden die darin gemachten Informationen besprochen. Nach der Pause ging es dann mit dem Einstieg in die Details weiter unter Berücksichtigung der verschiedenen beruflichen Herangehensweisen. Die Diskussion wurde sehr lebhaft. Zum Schluss blieb noch Zeit für erste Überlegungen zum Handeln und Information über Unterstützungsangebote. Danke an die VeranstalterInnen für die gelungene Veranstaltung. Mehr FOCUS online

10 Jahre Runder Tisch NRW gegen FGC

Am 1. März hat der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen in seiner 39. Sitzung ein wenig stolz zurückgeblickt auf 10 Jahre intensiver Arbeit gegen Mädchenbeschneidung. Viel Zeit dafür blieb nicht, weil ein volles Programm und ein entsprechend enges Zeitraster bald ins vorgesehene Programm zwang. Aber zu Beginn haben wir ein gemeinsames Transparent mit unseren Gedanken erstellt und uns zu einem Foto aufgestellt (das nachgereicht wird)

 

 

 

EU: Gerichtshof verschiebt Abschiebung in Fall von Genitalverstümmelung

EGMR hat aber keine grundsätzlichen Einwände gegen Ausweisung
Straßburg – Belgien darf nach einem Urteil des Europäischen
Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) eine abgelehnte
Asylbewerberin aus Guinea vorläufig nicht ausweisen. Es geht
dabei um Zwangsheirat und drohende Genitalverstümmelung
in Guinea. Der EGMR erklärte am Dienstag in Straßburg
zugleich, er habe keine grundsätzlichen Einwände gegen eine
Ausweisung der 1987 geborenen Frau in ihre Heimat.
Ihr Stiefvater hatte sie zu einer Beschneidung gezwungen, die
wegen ihres Widerstands bei der grausamen Prozedur
abgebrochen werden musste. Drei Tage nach ihrer
Zwangsheirat mit ihrem Cousin gelang ihr die Flucht nach
Brüssel.
Ihre Asylanträge in Belgien wurden abgelehnt, weil sie das
Argument der Beschneidung nicht bereits im ersten, sondern
erst im dritten Asylantrag erwähnt hatte. Jetzt kann sie
frühestens in drei Monaten zurückgeschickt werden, wenn
dieses Urteil rechtskräftig wird. (APA, 19.1.2016)
http://derstandard.at/2000029351680/Gerichtshof­verschiebt­Abschiebung­in­Fall­von­Genitalverstuemmelung 1/1

Europäische Fachkonferenz “Free from Fear, Free from Pain”

Eliminating Female Genital Mutilation in Europe

Date: Wednesday 27th January 2016
Time: 10:00am — 4:30pm
Venue: NH Brussels Carrefour de l’Europe

According to the European Parliament estimates, 500,000 girls and women living in the EU have been subjected to female genital mutilation (FGM), while further 180,000 are at risk every year. Most of the girls are circumcised before the age of 5, which leads to physical, emotional and psychological trauma throughout their lives. The practice of FGM is originally common in numerous African countries, as well as in parts of Asia and Middle East. Nonetheless, due to increasing migration flows, the practice is no longer restricted to the traditional practising geographical areas. In these communities, FGM defines cultural identities and gender-roles, as the practice is thought to enhance the girl’s femininity, often synonymous with docility and obedience.

http://www.publicpolicyexchange.co.uk/events/FA20-PPE2

Schweiz: Bundesrat beschließt weitere Maßnahmen

Bern, 28.10.2015 – Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung und in der Schweiz eine Straftat. Der Bundesrat will deshalb weiterhin dagegen vorgehen. Dazu gehört insbesondere die Unterstützung von Massnahmen eines Netzwerks gegen weibliche Genitalverstümmelung.

In die Schweiz wandern zunehmend Frauen aus Ländern ein, in denen die weibliche Genitalverstümmelung praktiziert wird. Schätzungen gehen davon aus, dass in unserem Land rund 14‘700 betroffene oder gefährdete Mädchen und Frauen (v.a. aus Eritrea, Äthiopien und Ägypten) leben, wie ein Bericht in Erfüllung einer Motion (05.3235) von Nationalrätin Maria Bernasconi festhält.

In einer Umfrage erklärten 2012 vier von fünf Gynäkologinnen und Gynäkologen und zwei Drittel der Hebammen, Kontakt mit beschnittenen Mädchen oder Frauen gehabt zu haben. Ein Drittel der Befragten aus dem Gesundheits-, Asyl-und Sozialbereich gaben an, sie hätten in ihrem Arbeitsalltag schon erlebt, dass ein Mädchen in Gefahr war, eine Genitalverstümmelung zu erleiden. Eine Genitalverstümmelung kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit der betroffenen Mädchen und Frauen haben und gilt in der Schweiz als schwere Körperverletzung.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und das Staatssekretariat für Migration (SEM) unterstützen seit 2003 verschiedene Präventions- und Sensibilisierungsmassnahmen gegen weibliche Genitalverstümmelung. Dazu gehört insbesondere eine Vermittlungsstelle zur Prävention von Mädchenbeschneidung, die von der Caritas Schweiz geführt wird. In den kommenden Jahren planen das BAG und das SEM, Informations-, Beratungs- und Präventionsaktivitäten eines Netzwerks mitzufinanzieren, das durch verschiedene Organisationen aufgebaut und getragen werden soll.

https://www.news.admin.ch/dokumentation/00002/00015/?lang=de&msg-id=59242

Untersuchung: Mädchenbeschneidungen eher aufgrund privater Überzeugung als sozialer Normen

Weltweit sind rund 125 Millionen Mädchen und Frauen beschnitten trotz erheblichen Gesundheitsschäden. Entwicklungsorganisationen investieren jährlich mehrere Millionen Dollar in Interventionen gegen die Mädchenbeschneidung. Neue Daten von Forschenden der Universität Zürich und ihren Kollegen im Sudan ziehen nun die Grundlage vieler dieser Interventionen in Zweifel. Die Studie zeigt, dass Familien innerhalb von Gemeinschaften ein enorm unterschiedliches Beschneidungsverhalten haben. Dieses Ergebnis legt nahe, dass Mädchen eher aufgrund privater Überzeugung als sozialer Normen beschnitten werden.

https://idw-online.de/de/news638097

http://derstandard.at/2000022756625/Weibliche-Genitalverstuemmelung-haengt-wenig-von-sozialen-Normen-ab