Aktion KONFLIKTSTEINE

Jugendliche gestalten FriedenKonfliktsteine5-mittel

Steine haben in Israel und Palästina sehr unterschiedliche Bedeutungen. Überall in der Welt finden wir jüdische Gräber, auf denen Steine geschichtet sind. Sie symbolisieren das stille Gedenken an die Toten und den Respekt, der ihnen entgegengebracht wird. In der Intifada ist auf palästinensischer Seite eine ganz andere Bedeutung entstanden: Steine dienten dem Widerstand gegen die israelische Besatzung. Den Steinen kommt somit im Nah-Ost-Konflikt eine besondere Bedeutung zu.

In der Aktion KONFLIKTSTEINE schreiben Jugendliche in Deutschland Zeichen oder Worte auf die Steine, die ihrer Meinung nach einer Konfliktaufarbeitung dienen könnten. Im nächsten Schritt schicken sie jene Steine als Symbol der Versöhnung zu palästinensischen und israelischen Jugendlichen und beschreiben ihnen in einem Brief die Aktion und ihre eigenen Gedanken.

Um die Aktion durchführen zu können, müssen die Jugendlichen aller Gruppen Vertrauen und Empathie zueinander aufbauen. Nur wer beide Seiten des Konflikts kennt und versteht, kann einen Versöhnungsprozess wagen. Die beteiligten palästinensischen und israelischen Jugendlichen wiederum sollen die Steine dann untereinander austauschen und so einen Schritt aufeinander zu gehen. PartnerInnen aus politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Institutionen werden ihnen dabei helfen, die Kommunikation miteinander herzustellen und den Austausch zu ermöglichen. Alle Beteiligten erarbeiten gemeinsam Grenzen überschreitende Problemlösungen und leisten ihren eigenen, kleinen Beitrag für eine Friedensgestaltung im Nahen Osten.

 


Ansprechpartner für dieses Projekt: Günter Haverkamp, Tel. 0211-7888875, haverkamp@friedensband.de