Aktion NIKOTINKINDER – Freiherr-von-Stein Realschule Düsseldorf

Klasse 6 – Freiherr-von-Stein Realschule Düsseldorf

7.11.2013 – An ihrem ersten Workshop Tag lernten die SchülerInnen, was ausbeuterische Kinderarbeit bedeutet.  Bestürzt waren die Schüler vor allem darüber, dass ein Kind auf Tabakplantagen nur etwa einen Cent pro Stunde für seine Arbeit bekommt. Sie rechneten aus, dass ein Kind auf den Plantagen etwa 25 Stunden arbeiten müsste, um soviel Geld zu verdienen, wie ein Schüler hier, wenn er eine Pfanddose oder Einwegflasche im Supermarkt zurückgibt!

Der Bericht der Schweizer Sendung Kassensturz  (Vielen Dank an den SRF für die Bereitstellung der DVD) löste in der Klasse dann eine hitzige Frage-und Diskussionsrunde aus. Schnell wurde den SchülerInnen klar, unter welch ungerechten und anstrengenden Bedingungen die Bauern arbeiten müssen. Und so verflog die Zeit in Windeseile- am nächsten Donnerstag geht es aber schon weiter und dann wird fleißig gebastelt…

Aktionsvorbereitung 80n-freiherr-von-stein-realschule-dus-131105-vorbereitung

14.11.2013 – Nicht nur reden, sondern auch handeln wollen 6. Klässler Realschule. Dementsprechend bereiten die SchülerInnen im Rahmen des Projekts Nikotinkinder eine Aktion für Montag, den 9.12.2013, vor. Im Laufe des Projekts entstand die Figur des Düssel-Tabak-Königs, der stellvertretend für alle Tabakindustrielle die SchülerInnen besuchen wird.

80n-freiherr-von-stein-realschule-dus-131105-schachtelnDie Kinder werden diese Gelegenheit nutzen, um ihre Forderungen an die Tabakindustrie vorzubringen und sich für die Kinder, die auf den Tabakplantagen unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen, stark zu machen. Hierfür diskutierten und formulierten die SchülerInnen heute fleißig an ihren Wünschen und Forderungen und bastelten Aktions-Plakate.

Wir haben einen Schauspieler für diese Rolle gewinnen können, der würdevoll den Tabakkönig mimen soll.

 

 

Der König Düssel-Tabak kommt

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9.12.2013 – Die Klasse 6a protestierte heute auf dem Schulhof gegen ausbeuterische Kinderarbeit auf Tabakplantagen. Anlass war eine Audienz bei dem fiktiven Tabakindustriellen „König-Düssel-Tabak“. Dieser besuchte die Klasse als Stellvertreter der gesamten Tabakindustrie. Die Schüler präsentierten ihm ihre Ergebnisse und Forderungen, die sie im Rahmen des Projektes Nikotinkinder entwickelt haben. Daraus ergab sich eine hitzige Diskussion mit dem Tabak-König, der redegewandt versuchte sich aus der Verantwortung zu ziehen. Die Schüler aber ließen sich nicht einschüchtern und vertraten bestimmt ihren Standpunkt.

80n-freiherr-von-stein-realschule-dus-131209-koenigSie forderten u.a. gerechten Lohn für die Arbeiter, faire Arbeitszeiten, das Bereitstellen von Schutzkleidung für die gefährlichen Arbeiten und Schulung der Bauern im Umgang mit giftigen Düngemitteln. Wichtig war ihnen aber vor allem das Wohl der Kinder, die Durchsetzung und Kontrolle des Verbotes von ausbeuterischer Kinderarbeit und, dass die Kinder, statt zu arbeiten zur Schule gehen können.

Zum Schluss überreichten die SchülerInnen dem Tabak-König Briefe, in denen sie ihre Forderungen bezüglich der Arbeitsbedingungen aufgeschrieben hatten und beauftragten ihn diese an seine Tabak-Kollegen von BAT, Philipp Morris, Reemtsma und Co. zu verschicken. Jetzt sind die Schüler gespannt, ob auch die echten Tabakindustriellen auf ihre Anfragen antworten werden!

 

Bastelstunde

12.12.2013 – Nach der Audienz des Düssel-Tabak-Königs am Montag, bei der die Klasse sehr gewissenhaft und interessiert mit dem König diskutierte, ging es auch sogleich weiter mit dem nächsten Projektschritt; die Schüler werden nämlich zum Abschluss des Projektes ein Video erstellen über die Thematik der Kinderarbeit auf Tabakplantagen. In dem Video wird jeder Schüler die Möglichkeit haben, sich zu äußern: egal ob in Form einer Forderung, Meinung, Gefühl oder Wunsch – die Schüler sagen das, was Ihnen zu der Thematik wichtig ist.

Dementsprechend drehte sich der Workshop am Donnerstag um die Vorbereitung der Videoaufnahmen. Die Klasse bastelte Tabakblätter und bemalte sie in bunten Farben und Mustervariationen. Auf die Tabakblätter schrieben viele Schüler kurz und knackig ihre Meinung oder Forderung: Kinderarbeit soll verboten werden! Mehr Geld für Arbeiter! Gebt den Arbeitern Schutzkleidung! Rauchen ist gefährlich! Kinderrechte!

Anschließend gestalteten die Schüler zwei riesige Plakatwänden, die als Hintergrund für das Video dienen werden. In nur 10 Minuten waren die beiden Plakate voll beschrieben mit allem, was den Schülern zu dem Projekt einfiel, was sie gelernt haben, was ihnen wichtig war. Jeder Schüler hatte etwas zu sagen, bzw. aufzuschreiben und beteiligte sich mit viel Elan und Spaß.

 

Videodreh

18.12.2013 – “Und Action”, hieß es am Donnerstag in der 6. Klasse der Freiherr-vom-Stein-Realschule. Die Schüler nahmen mit Hilfe von FRIEDENSBAND ihre ganz persönlichen Statements zum Projekt Nikotinkinder auf. Sie wünschten sich mehr Geld für die Kinderarbeiter auf den Tabakplantagen, Schutzkleidung und Schulbildung.

Mit dem Video wollen die Schüler ein Zeichen gegen Kinderarbeit setzen. Das Video wird zusammen mit den Briefen, in denen die Schüler ihre Forderungen nach gerechteren Arbeitsbedinungen im Tabakanbau festgehalten haben, an die großen Tabakfrimen BAT, Philip Morris, Jaban Tobacco und Reemstma verschickt. Daher schneiden wir nun fleißig an dem Video, damit es bald fertig gestellt ist. Die Tabakfirmen sollen die Stimmen der 6. Klässler hören, die lautstark fordern: “Stoppt Kinderarbeit!”